Cape Reinga

Cape Reinga

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heißt die nördlichste Nordspitze der Nordinsel Neuseelands, an der sich der Südpazifik mit der Tasmanischen See vereinigt:

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Wenn man nicht zufällig selbst einen Wagen mit Allradantrieb besitzt oder gemietet hat, empfiehlt es sich unbedingt, einen der kommerziellen Anbieter mit der Tour dorthin zu beauftragen, da nur diese den spektakulären Ninety Mile Beach professionell befahren können. Wir hatten für $50 pro Person inklusive Lunch ziemlich viel Spaß in einem aufgemotzten Cape Runner Bus von Harrisons:

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Okay, die „Klimaanlage“ besteht aus Klappfenstern, die Lautsprecheranlage im Bus ist eine Katastrophe, unser Fahrer Simon ist ziemlich stolz darauf, jedes Gebäude und jeden Baum mit seinem Maori-Namen benennen zu können und die Zwischenstopps am Avocadostand, am Eiskiosk und am Ancient Kauri Kingdom dienen möglicherweise auch mehr der lokalen Clan-Quersubvention (es wurden allerdings wenigstens keine Rheumaheizdecken angeboten).

Auch der Strand am Houhora Head ist nicht wirklich spektakulär, obwohl er ein paar interessante Motive bietet:

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Aber schon der nur über eine Schotterpiste erreichbaren Rarawa Beach

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und der Tapotupotu Beach mit seinem sehr feinen weißen Sand

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sind  durchaus sehenswert und die Fahrt über den Ninety Mile Beach (der nach Simons Aussage eigentlich nur 90 km lang ist) ist dann der absolute Renner! Gleich zu Beginn gibt es recht unerwartet am Giant Te Paki riesige Sanddünen

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die man mit dem von Simon mitgebrachten Surfbrett besteigen

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und unter Anfeuerungsstürmen  feixender Zuschauer wieder herunter surfen darf:

Suse beim Sandsurfen

Da Simon die Abfahrtstelle aber natürlich aus Versehen genau so gelegt hat, dass man gegen Ende unweigerlich noch durch ein kleines Flüsschen hindurch rauscht, bleibt im wahrsten Sinne des Wortes kein Auge trocken:

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Auf der weiteren Fahrt entlang des malerischen Ninety Miles Beach

Rau aber herzlich

liegt dann nicht ganz so malerisch plötzlich ein nicht mehr völlig intakter Wal an der Küste; whale watching (and smelling) der etwas anderen Art.

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Simon schwört, dass der gestern noch nicht da gelegen hat; dafür riecht er (der Wal) allerdings nun doch schon etwas strenger. Wir steigen dann auch nicht aus, um zu versuchen, ihn wieder ins Meer zurück zu rollen …

Wo wir dann allerdings doch natürlich anhalten müssen, ist die Stelle, an der sich ein Tourist mit französischem Akzent in einem stinknormalen Mietwagen ohne 4×4 alternativlos festgefahren hat. Seine Partnerin ist ziemlich aufgeregt, was angesicht des auflaufenden Wassers sicherlich auch nicht ganz unberechtigt ist und ausgesprochen erleichtert, als zehn echte Männer ihr kleines Problem mit großem Enthusiasmus beseitigen:

Erste Hilfe am Ninety Mile Beach

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Auf dem Weg in den Norden via State Highway 1 kommt man relativ zwangsläufig in Kawakawa vorbei. Die große (und irgendwie auch schon wieder einzige) Touriattraktion dort ist das vom guten alten Friedensreich gebaute Klo (wie gesagt: „Schöner scheißen„):

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Als furchtbaren Stilbruch empfinde ich allerdings die Caroma-Standard-Urinale:

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Wäre es damals wirklich ein zu großer Aufriss gewesen, auch diese ein wenig harmonischer in das Gesamtkunstwerk einzupassen?

Um an die vielgepriesene Matapouri Bay zu gelangen, muss man vom SH 1 schon einen kleinen halbstündigen Schlenker ostwärts machen. Es lohnt sich; eine sehr schöne, ruhige Hufeisenbucht mit lustigen Stilleben im Sand:

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Die große Herausforderung am Matapouri Beach ist in mehrfacher Hinsicht der Pool der Meerjungfrau. Erstens ist er tatsächlich nicht ganz einfach zu erreichen

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und zweitens hat das Wasser auch zu dieser Jahreszeit noch immer keine Körpertemperatur erreicht (was ja bekanntermaßen eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, dass ich schwimmen gehe). Glücklicherweise gibt es aber ja weibliche Mitglieder unserer Familie, die deren Ehre retten können:

Meerjungfrau im Pool

Und wenn wir schon mal wieder dabei sind, Neuseelands Strände zu preisen; die Westküste bietet immer wieder etwas fürs Auge: Schönes

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Bizarres

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und Skurriles:

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Erwähnte ich schon …?

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Ein Gedanke zu “Cape Reinga

  1. Hallo Ihr 2 am schönsten Ende der Welt 🙂 – Das sind ja wahnsinnig beeindruckende Bilder und Videos!! Ganz liebe Grüße von hier, ganz bald im nächsten Jahr kommen wir mal eben zu euch 🙂 schöne Weihnachten im fernen zauberhaften Land -wir telefonieren LG Soto

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